Autos und Motorräder

Das Auto verschönern mit Plastidip

Dienstag, 13-1-2015  

Ein Gespenst geht um in Europa – zumindest, was das kolorieren von Autos angeht. Der neueste Trend kommt ausgerechnet aus den USA und nennt sich ‚Plastidip‘. Es handelt sich dabei um eine Art und Weise, sein Auto mit neuer Farbe zu versehen, die gegenüber konventionellen Methoden des Lackierens einige nicht zu unterschätzende Vorteile bietet:

  • Plastidip ist wieder abziehbar.
  • Es ist trotzdem wetterbeständig.
  • Es ist wesentlich günstiger und einfacher zu handhaben.
  • Jeder kann es selbst anwenden.

Der erste Punkt illustriert, warum Plastidip so radikal innovativ ist. Wenn Sie früher Ihr Auto lackiert haben, war dies eine Entscheidung über lange Zeit. Der Prozess des Lackierens mitsamt Ausbau und Grundierung war eine Aufwendige Sache, die man nicht alle Nase lang wiederholen wollte. Mit Plastidip ist das anders, denn es ist wieder abziehbar. Das bedeutet, dass Entscheidungen nicht mehr auf lange Sicht getroffen werden müssen. Vielmehr können Sie alle zwei Wochen den Wagen in eine neue Tönung versetzen, wenn Sie es wollen. Wenn einem die Farbe irgendwann einmal nicht mehr gefällt, so kann durch einen bestimmten Handgriff die Farbe einfach wieder abgezogen werden. Denn Plastidip ist im Grunde eine in mehreren Schichten Aufgetragene Substanz, die von der Konsistenz her Gummi ähnelt. Es ist, wie wenn Sie Ihren Wagen mit einer zweiten Haut überziehen. Das Produkt wird in mehreren Schichten mit der Hilfe einer speziellen Pistole aufgesprüht. Der originale Lack darunter bleibt auf Hochglanz erhalten und kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt wieder hervor geholt werden. Das ist wirklich der zentrale Vorteil, was die Funktionsweise von Plastidip angeht. Es ist wieder ablösbar. Dazu kratzt man es einfach an einer Kante oder Ecke ab und man kann sofort – ein bisschen Übung vorausgesetzt – die Beschichtung der ganzen Fläche in einer Bewegung abziehen. So müssen Entscheidungen über das Aussehen des Wagens nicht mehr auf lange Zeit gefällt werden. Es reicht, wenn einem ein bestimmter Look eine Weile lang gefällt. Außerdem kann Plastidip, weil es so leicht anzuwenden ist und auch nicht besonders teuer, für Überraschungen sorgen. Denn es ist ja wohl ein Effekt der Überraschung, wenn man in dem gleichen Wagen, in dem man ansonsten immer unterwegs ist, einfach in einem ganz anderen Farbton daher gefahren kommt. So kann einem Auto ein ganz neuer Look verpasst werden, ohne dass aufwändige Lackierarbeiten vorgenommen werden müssen. Und wenn einem das Design am Ende nicht mehr gefällt, zieht man die folienartige Schicht ganz einfach wieder von Wagen herunter. So einfach ist Auto stylen heute!

Plastidip hält dem Wetter stand und ist günstig

Das alles soll bei Weitem nicht heißen, dass Plastidip einfach nur für die Anwendung für einige wenige Tage gemacht ist. Ganz im Gegenteil hält es Wind und Wetter und selbst Einflüssen wie Hitze oder Kälte stand. Dazu sollte es nach der Anwendung etwa 48 Stunden lang trocknen. Danach kann man mit dem Produkt sogar in die Autowäsche fahren, ohne dass man die Qualität der Beschichtung gleich riskiert. Einer normalen Düse oder Waschbürste sollte Plastidip stand halten, wenn es ordentlich verarbeitet wurde. Denn wer würde schon mit einem Autolack herum fahren, der sich bei ein bisschen Einstrahlung der Sonne oder bei kalten Bedingungen sofort auflöst? Das ist mitnichten Ziel der Übung. Der Vorteil von Plastidip ist ja schließlich, dass Sie selbst entscheiden, wann eine Farbe ausgedient hat. Nicht eher sollte sich die Schicht daher lösen. Sie behalten einen Look einfach so lange, wie er Ihnen gefällt. Hat ein Design ausgedient, wird die Beschichtung abgezogen und entweder durch eine neue ersetzt oder der darunter befindliche originale Lack kommt schlicht und ergreifend wieder zum Einsatz – und zwar so schön und brillant wie am ersten Tag. Das ist einfach nur mit Plastidip möglich, andere Technologien weisen nicht dir richtigen technischen Spezifika auf. Und am Ende ist das Produkt sogar günstiger als normale Lackierarbeiten, da nicht nur die Farbe selbst relativ günstig zu haben ist, sondern auch, weil aufwändige Arbeiten des Aus- und Einbauens der Karosserie entfallen. Daher ist Plastidip auch etwas für Tuner und Stilisten, die einen schmalen Geldbeutel haben und trotzdem den richtigen Look für ihr Auto wollen. Und dabei muss sich niemand auf lange Sicht festlegen – man kann quasi jede Woche neu ein Element des Wagens neu kolorieren. Denn es muss nicht immer der ganze Wagen auf einmal sein. Das Produkt eignet sich hervorragend, um an einigen Teilen der Karosse Akzente zu setzen.

Jeder kann selbst damit umgehen

Plastidip ist also wieder ablösbar, hält dem Wetter stand und ist darüber hinaus auch noch günstig zu haben. Aber auch die Anwendung selbst ist kinderleicht und jeder kann damit hantieren. Dazu benötigt man lediglich die Farbe selbst, eine Pistole zum Sprühen und ein paar Zeitungen sowie einige Rollen Klebeband. Denn es ist zu beachten, dass die nicht mit Farbe zu versehenden Teile gut abgeklebt werden, bevor mit der Pistole drauf gehalten wird. Denn wie bei konventionellen Arbeiten des Sprühens oder Lackierens gilt auch bei der Anwendung mit Plastidip: Je sogfältiger man vorher abklebt, desto einfach ist am Ende die gesamte Arbeit. Umgekehrt gilt, je fauler man bei der Arbeit des Abklebens vorgeht, desto mehr muss man am Ende ausbessern und optimieren. Wer von Anfang an sauber mit dem Tape arbeitet, erspart sich am Ende viel Arbeit. Freilich gilt das auch, wenn man nur einzelne Teile des Wagens bearbeitet und nicht die ganze Karosse an sich. Denn Plastidip kann jeder selbst anwenden, man muss dafür kein Maler sein. So verschönert man sich sein Auto zum kleinen Preis.


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